Gefahrgutübung in Ostheim 2009

OSTHEIM Marsmännchen bei Bionade
Schauübung der Gerätewagen-Gefahrgut-Gruppe beim Ostheimer Getränkehersteller

Das Bionade-Firmengelände in Ostheim war Schauplatz einer Übung der Gerätewagen-Gefahrgut-Gruppe der Landkreise Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen. Bei dem nachgestellten Ernstfall ging man von einem Brand in einem der Betriebshallen aus, bei dem die Gefahr des Austritts von Chemikalien bestand, weshalb Feuerwehrleute in Chemikalien-Schutz-Anzügen (CSA) zum Einsatz kommen sollten.

Die Feuerwehrmänner in Chemikalien-Schutz-Anzügen machten sich auf den Weg in die Lagerhalle der Firma Bionade in Ostheim – dort wurde der Gefahrenort vermutet.

Jeder, der mit Gefahrgut in Kontakt gekommen sein könnte, muss sich im Zuge der Dekontamination einer Reinigung unterziehen, wird gründlich abgespritzt und abgebürstet.
Beim Anziehen des schweren und unförmigen Chemikalien-Schutz-Anzugs sind Helfer gefragt. Die Feuerwehrmänner in Chemikalien-Schutz-Anzügen machten sich auf den Weg in die Lagerhalle der Firma Bionade in Ostheim – dort wurde der Gefahrenort vermutet.

Zunächst wurde die Löschwasserversorgung sichergestellt, wobei auch ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Ostheim zum Einsatz kam, und Atemschutzgeräteträger gingen als Vorhut in die Halle, um zwei vermisste Personen aufzuspüren. Kurz darauf kam die Meldung, dass sich Chemikalien in den Räumlichkeiten befinden, und so war die Gerätewagen-Gefahrgut-Gruppe gefragt. Für solch eine Einsatzsituation kommt nur das Tragen eines Chemikalien-Schutz-Anzuges in Betracht. So machten sich einige Floriansjünger daran, die unförmige und schwere, aus säurebeständigen Material bestehende Ausrüstung anzulegen und sich daraufhin schnellstmöglich mit Atemschutzgeräten an den Gefahrenort zu begeben. Die Floriansjünger, die eingangs des Einsatzes ohne CSA in das Gebäude vorgedrungen waren, hatten derweil schon einen Vermissten geborgen. Da die Floriansjünger und die verletzte Person möglicherweise mit Gefahrgut in Berührung gekommen sein könnten, musste sichergestellt werden, dass an der Kleidung keine Rückstände blieben und so wurden die bei einer Dekontamination erforderlichen Maßnahmen nachgestellt. Auch die CSA-Träger wurden, nachdem sie das weitere Opfer gefunden hatten, einer gründlichen Prozedur unterzogen, wurden abgespritzt und gründlich abgebürstet. Bei einem Ernstfall wären weitere Vorkehrungen nötig. Die Kleidungsstücke und Ausrüstungsgegenstände würden dann noch aus Sicherheitsgründen in einem dafür vorgesehenen Behälter verschlossen und die Personen müssten ausgiebig duschen. Eine ganze Reihe von Zaungästen hatte sich zu der Übung eingefunden und verfolgte gespannt, wie die CSA-Träger, die in ihren grünen Anzügen schon ein wenig wie „Marsmännchen“ aussahen, ihre Arbeit durchführten. Ein Ernstfall mit Chemikalienaustritt ist nicht alltäglich und für die Feuerwehren eine ganz besondere Herausforderung. Die erforderlichen Maßnahmen müssen gründlich koordiniert werden, der Ablauf muss wohl überlegt sein und natürlich schnellstmöglich in die Tat umgesetzt werden, wie der Kommandant der Feuerwehr Ostheim, Wolfgang Sporck, der den Löschzug Gerätewagen-Gefahrgut der beiden Landkreise mitleitet, erläuterte. Auch das Tragen des rund 20 Kilo schweren Chemikalien-Schutz-Anzuges, der die Bewegungsfreiheit deutlich einschränkt, will gelernt sein. Übungen wie die bei Bionade in Ostheim sind deshalb von großer Bedeutung, weshalb Sporck dem Unternehmen ausdrücklichen Dank aussprach. Die Feuerwehrleute können Erfahrungen sammeln, lernen sich auf verschiedenste Situationen einzustellen und können sich auf entsprechende Realfälle vorbereiten. Bericht und Bilder: Mainpost.de

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