24 Stundenübung der Jugend 2015

Maßbach

Einsatzvielfalt in 24 Stunden

Die Maßbacher Jugendfeuerwehr zeigt ihren Leistungsstand bei einer 24-Stunden-Übung.

Nicht nur im Aktivenbereich auch bei der Jugendfeuerwehr ist die Maßbacher Mannschaft mit gutem Personal ausgestattet. Das zeigte eine 24-Stunden-Übung, an der 31 Jugendliche und zehn Ausbilder teilgenommen haben. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer waren Mädchen und junge Frauen. Mit dabei waren auch junge Wehrleute aus Ebertshausen, die im Rahmen der Schweinfurter-Oberland-übergreifenden Maßnahme gerne der Einladung gefolgt waren.

Großer Zuspruch

„Wir versuchen bei derartigen Übungen immer, auch junge Leute aus anderen Wehren teilhaben zu lassen“, erklärte Feuerwehr-Sprecher Benjamin Dittmar. Gerade bei Großeinsätzen müsse immer auch der reibungslose Ablauf mit anderen Wehren gewährleistet sein. Die Jugendübung führe das Nachwuchspersonal schon schnell an diese Herausforderung heran. Schließlich müsse sich im Ernstfall jeder auf den anderen ohne Rücksicht auf die jeweilige Ortszugehörigkeit verlassen können.
Aufgrund des großen Zuspruchs wurden die Wehrleute in drei Gruppen aufgeteilt. Innerhalb der 24 Stunden wurden dabei alle relevanten Szenarien durchgespielt. Beginn war mit einem gemeinsamen Abendessen. Übernachtet wurde im Feuerwehrhaus. Nach einem Frühstück am nächsten Morgen stand erst einmal Morgensport auf dem Programm ehe es im Übungsparcours weiter ging. Bis in den Nachmittag des folgenden Tages erstreckten sich die Übungen.
Eine dieser Aufgaben war ein angenommener Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person, bei dem Schere, Spreitzer und hydraulisches Rettungsgerät zum Einsatz kamen. Der Recycling-Betrieb Muth hatte einige schrottreife Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Unter fachkundiger Anleitung durfte so manche Limousine auf recht robuste Weise zum Cabrio „umgebaut“ werden.
Die 16-jährige Marlene Gessner übte bereits zum zweiten Mal mit dem Spreizer. „Beim ersten Mal war’s schon schwer, doch nun ging es schon wesentlich einfacher“, berichtet sie von ihren Eindrücken. Im Ernstfall würde sie keinen Moment zögern und das schwere Gerät ansetzen, erzählt sie weiter. „Da kann es auf jede Sekunde ankommen“, weiß sie aus der Ausbildung, dass gerade bei schwer verletzten Personen schnelle Hilfe das oberste Gebot ist.

Vielfältige Anforderungen

Ein weiteres Szenario simulierte Wasser im Keller eines Anwesens in der Neuen Straße, das für die Übung zur Verfügung gestellt wurde. Aber auch der richtige Einsatz von chemischen Stoffen wurde geübt und Kontaminationsfälle. Bei Abseilübungen wurde Personenrettung aus großer Höhe geprobt.
Natürlich durfte das „Kerngeschäft“ der Feuerwehr nicht fehlen. Bei einem angenommenen Großbrand wurde vor allem das sichere Legen von Leitungen über lange Strecken geübt. Dazu musste ein Aussiedlerhof als angenommenes Brandobjekt herhalten.
Die Übung habe wieder gezeigt, wie vielfältig doch die heutigen Anforderungen an Feuerwehren sind, sagte Benjamin Dittmar. Es sei auch wichtig eventuellem jugendlichem Übermut frühzeitig entgegen zu wirken. Gerade die einmal jährlich stattfindenden 24-Stunden-Übungen seien dabei ein sehr wichtiges Übungsinstrument, denn durch die Übernachtung entstehe ein großes Kameradschaftsgefühl, bei dem Einzelinteressen hinten an stehen.

Quelle Text: Mainpost.de / Daniel Wiener

Bilder: FF Markt Maßbach

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